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Titel: Powerplay
Autor: Lunedd und Tricia Genre: Ice Hockey, J2 AU, Comedy, Sex, Slash Disclaimer: Weder Jensen noch Jared noch einer der anderen Charaktere dieser Geschichte gehören mir, auch nicht die Clubs! Ich spiele nur ein wenig mit ihnen! [center] ![]() (pic made by angelinchains67 :) Danke! ) [/center] Kapitel 1 Die große Stadionuhr am Würfel unter dem Hallendach zeigte 19:22 im letzten Drittel an und Jeffrey Dean Morgan, Trainer der New York Rangers, beschloss, alles auf eine Karte zu setzen. Er warf einen Blick auf Jensen Ackles, seinen Star, registrierte, dass der Junge schnaufte wie eine Dampflok, da er eben vom Eis gekommen war, und traf eine Entscheidung. „Jens! Raus aufs Eis!“ Er nickte Jensen zu, der ihn eine Sekunde protestierend ansah, dann aber seinen Stock nahm und zurück aufs Eis lief. Jensen erhielt erwartungsgemäß den Puck von Jarri Kurri, dem linken Stürmer, als er mit dem Stock aufs Eis klopfte. Er sah schnell nach rechts, nach links, erkannte die Lücke in der Verteidigungsreihe der Edmonton Oilers vor sich und sprintete los. Seine müden Beine gehorchten nicht mehr ganz so schnell, wie er es gerne gehabt hätte, doch für einen Uwe Krupp reichte es immer noch. Er umlief den großen, deutschen Verteidiger elegant, grinste Krupp dabei frech an und schoss aufs Tor. Patrick Roy, der Torwart der Oilers, streckte sich, doch zu spät - der Puck schlug hinter ihm an die rote Längsstange und der unverkennbare Torsummer der Rangers ertönte. Jensen riss die Arme in die Luft und drehte sich zu seinen Teamkollegen um. Krupp stand direkt hinter ihm, einen grimmigen Ausdruck auf dem Gesicht. Jensen hob eine Augenbraue und wollte etwas zu dem anderen sagen, doch bevor er dazu kam, riss Krupp seinen Stock in die Höhe und hieb ihn Jensen mitten ins Gesicht. Jensen stürzte und schlug hart mit dem Kopf auf. Der Helm dämpfte den Aufprall, konnte ihm aber nicht die volle Wucht nehmen. Jensen schloss die Augen, kämpfte gegen die Übelkeit an, die plötzlich in ihm aufwallte. Wie von weitem spürte er Hände an sich, die ihn rüttelten, dann eine Stimme. „Sani! Wir brauchen hier Sanitäter!!“ Jeffrey knurrte und wäre Uwe beinahe an die Gurgel gesprungen, doch er besann sich... Die Sanitäter waren schon bei seinem Spieler und er wischte sich mit der Hand über den Mund. Er brauchte dringend jemanden, der Jensen schützte... Einen Enforcer... Manche nannten diese Jungs auch Schlägertypen, aber für Jeffrey waren sie das Beste überhaupt... Die meisten konnten zwar nicht gut eislaufen, hatten aber einen Schlag wie Muhammed Ali zu seinen besten Zeiten drauf... und das brauchte Jensen, wenn er nicht frühzeitig im Rollstuhl landen sollte. Schnell schritt er zu einem seiner ältesten Freunde... Jim Beaver... Knurrig, maulig und sein bester Freund, seit er denken konnte... und Besitzer der Rangers. „Jim... ich muss mit dir reden!“ Jim schob das Rangers-Cap, das so gar nicht zu seinem ansonsten feinen Anzug passen wollte, in den Nacken und runzelte die Stirn. „Jeff, hat das nicht Zeit bis später? Ich will erst wissen, was mit Jensen ist! Verdammt - er hat uns 3 Punkte geholt und fällt vielleicht für länger aus - so eine Scheiße!“, Jim fluchte gerne und ausgiebig, „Und das, wo die Play-Offs greifbar nahe sind...“ „Ja, ja... ich weiß, aber die Typen in Weiß kümmern sich schon drum... Hör zu, es ist wichtig... Ich denke, wir brauchen mehr Leute... Einen Enforcer zum Beispiel...“, Jeffrey schnaubte und sah Jim ernst an. Das war das magische Wort. Jim explodierte. Im wahrsten Sinne des Wortes. „Einen ENFORCER? Du willst allen Ernstes, dass ich einen GOON in mein Team hole?!“ Er japste, „Weißt du eigentlich, wie viele JAHRE ich an diesem Team arbeite? Wie viel GELD ich investiert hab, damit das Team das Gesicht kriegt, das es jetzt hat?! Und du willst es zerstören - indem du so einen… einen Nichtskönner hinein flickst!“ Jeffrey schloss die Augen... Oh ja und wie er es wusste. Schließlich kannte er den Älteren und genau deswegen musste er aufpassen. „Verdammt ja!!! Himmel oder willst du lieber, dass unser bester Spieler hier sabbernd in einer Ecke sitzt und brabbelt wie ein 70 jähriger Krüppel? Scheiße auch! Ich werde mich sogar persönlich umsehen und nach fähigen Leuten suchen, die wenigstens auch mal einen Puck von einer Lakritzschnecke unterscheiden können und dazu noch spielen können! Aber bitte... du musst mir helfen... Jim... Bitte.“ Braune Augen trafen den Bärtigen. „Ach, verdammt...“, Jim hob die Kappe vom Boden auf und klopfte sie am Knie ab, „Wenn du mir einen Jungen bringst, der rückwärts schneller läuft, als ich vorwärts, dann okay - dann kannst du ihn behalten. Aber nur dann!“ Jim richtete sich auf und grinste Jeff an, wusste, wie schwer das sein würde. Jim war zu seiner Zeit einer der schnellsten Spieler auf dem Eis gewesen, was ihm den Spitznamen "Speedy Gonzales" eingebracht hatte. Jeffrey grinste und klopfte ihm auf die Schulter. „Danke... mein Gott, ich werde dir ‘nen Spieler bringen, der abgeht wie Schmidts Katze... Gib mir eine oder zwei Wochen... Solange, bis Jen wieder auf den Dampfer ist! Okay?“ „Okay... Himmel, ich muss los - ins Krankenhaus und dafür sorgen, dass diese Stümper Jensen ordentlich versorgen“, knurrte Jim und sah Jeffrey nochmal warnend an. „Ich werde dich im Tor festbinden und Vaclav Drobny auf dich schießen lassen, wenn das schiefgeht - verstanden?“ Jeffrey schluckte. „O-Okay, haha... wäre mir zwar lieber, wenn du das wärst, aber okay...ich schaff die den besten "Goon" an, denn du seit Herkules gesehen hast haha, bis dann und bestell Jen Grüße, dass er wieder wird...“, damit rannte Jeffrey nach einem Blick aus der Halle.
Posted on: 4/23 0:08
Edited by Lunedd on 2010/5/3 8:23:27
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Kapitel 2 |
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Es war kalt. Öde. Das Fernsehprogramm war der reinste Mist, denn dort liefen tagsüber natürlich nur Seifenopern, und Jeffrey hasste diese wie die Pest. Er hatte eine Woche lang recherchiert, gesucht, bis er sich Blasen gelaufen hatte und war zu keinem Ergebnis gekommen.
„Ich fick den Besen in der Ecke da, wenn ich hier nicht einen verdammten Riesen finde! Himmel… Wir sind in Kanada! Da muss es doch irgendeinen Kerl geben, der mal nicht wie der Dorftrottel persönlich aus der Wäsche guckt“, fluchte der Schwarzhaarige und betrat die Eishalle von Yellowknife. Er klopfte sich den Schnee ab und schritt zur Eisfläche, wo er innehielt und zu der Person auf dem Eis sah. Sie zog allein und völlig in sich versunken ihre Kreise, vollführte kleine Drehungen und schob den schwarzen Puck wie beiläufig vor sich her. Er trug nichts weiter als eine Jogginghose und das Mannschaftstrikot der Yellowknife Iceholes. Jeffrey war fasziniert. Dieser Mann verband Eleganz und Kraft, die Muskeln zeichneten sich unter dem Shirt ab und er war mindestens zwei Meter groß - ohne Schlittschuhe. Dann plötzlich holte er aus und schoss von der Mitte des Feldes den Puck direkt in das Tor. Der Trainer der Rangers bekam den Mund nicht mehr zu. Das war er! Der und kein anderer… Und das nach einer Woche verzweifelten Suchens! Jeffrey klopfte sich innerlich selbst auf die Schulter. Seine gute Spürnase funktionierte also noch! Jared schnappte sich einen weiteren Puck aus der Reihe an Scheiben, die er auf der Roten Linie zuvor fein säuberlich ausgelegt hatte. Er dribbelte, schob die Scheibe von links nach rechts, rechts nach links, steuerte auf das leere Tor zu und umkreiste es, schob den Puck von hinten in die Maschen ein. Ein Geräusch von der Bande ließ Jared zusammenzucken. ‚Applaus?‘, Jared sah stirnrunzelnd zur Bande und entdeckte dort einen schon etwas älteren, schwarzhaarigen Mann, der ihn offensichtlich schon seit einer Weile beobachtete. Jared sprintete auf den ungewollten Besucher zu, stoppte kurz vor der Bande und ließ von seinen Kufen beim Bremsen abgeschabtes Eis auf den Mann schneien. „Kann ich Ihnen helfen?“, fragte Jared und sah den Mann mit unverhohlenem Misstrauen an. Jeffrey lachte und wäre dem Braunhaarigen beinahe um den Hals gefallen. „Helfen? Nein, mir kann man nicht mehr helfen, aber ich kann dir helfen! Du bist genau der Mann, den ich gesucht habe! Komm... Du musst sofort mitkommen! Das wird die Chance deines Lebens werden!“, schrie Jeffrey euphorisch und grinste breit. Jared machte eine elegante Bewegung und glitt auf den Kufen ein paar Schritte zurück. „Hey, immer mit der Ruhe, Mann. Sicher, dass Sie hier richtig sind? Wir haben gute Ärzte im Ort.“ Er schüttelte den Kopf und wollte wieder zu den Pucks auf der Linie fahren, als er es sich anders überlegte. „Chance meines Lebens?“ „Ja - und nein, ich bin kein geisteskranker Irrer! Ich hab Shining gesehen! Ich... Okay. Darf ich mich vorstellen? Meine Name ist Jeffrey Dean Morgan, ich bin Trainer der New York Rangers.“ Jared blinzelte den Mann ungläubig an, machte noch einen Schritt rückwärts, rutschte auf dem glatten Eis aus und setzte sich unsanft an den Hintern. „Ähhhh... Sie wollen mich verarschen!“ Er rappelte sich umständlich auf und sah sich den Mann genauer an. Verdammt - er sah tatsächlich aus wie J. D. Morgan. „Junge, würde ich dich verarschen, würde ich mir jetzt die Kleider vom Leib reißen und den Macarena tanzen! So einen wie dich, habe ich die ganze Zeit gesucht, mal abgesehen von den ganzen Schwarzenegger-Verschnitten hier... die können ja gar nichts! Also?“ Jared kam wieder näher und blickte von oben auf Jeffrey hinab. „Uhm, aber Sie haben mich noch nicht spielen sehen? Und meine Draftingrechte liegen bei den Oilers.“ Er wusste, dass die Rangers niemals auch nur einen Cent für ihn zahlen würden. Die Oilers hatten ihn damals einen Tag getestet, für „nicht gut genug“ befunden und ihn wieder zurück in sein Kaff geschickt. Warum sollten also ausgerechnet die RANGERS etwas von ihm wollen? Jared drehte sich um die eigene Achse, suchte mit den Augen die Ränge ab. „Okay, habs schon kapiert. Versteckte Kamera, ja? Hey, ihr könnt rauskommen!“ Er winkte freundlich in die leere Runde. „Ich hab euch durchschaut. Haha - sehr lustig...“ Jeffrey runzelte die Stirn und lachte dann laut los. Der Junge, war nicht nur gut, sondern auch noch witzig! „Also wirklich, Junge. Mach dir mal keine Gedanken um die Oilers und deine Draftingrechte. Du kommst mit mir und Jim wird auch begeistert sein. Ich meine - diese Kraft... von der Mitte des Feldes? Gepaart mit Jensens Hirn ist uns der Sieg so gut wie sicher!“ „Ähm... Nur um nochmal sicher zu gehen. Ich soll für die Rangers spielen? Nicht irgendein bescheuertes Farmteam?“ Jared stützte sich auf den Stock auf und wagte kaum, sein Glück zu fassen. Wahrscheinlich würde er jeden Augenblick aufwachen und mit einem Steifen im Bett liegen. Das war doch zu schön, um wahr zu sein! „Ja sollst du. Ich konnte unseren Chef überreden, dass wir... Naja... Okay. Bevor wir hier im Freudentaumel noch vor Geilheit explodieren: Ich brauche einen Enforcer, kapiert?“ „Oh.“ Jared schluckte. Er hätte es wissen müssen. “Sie brauchen also ‘nen Bodyguard. Für wen soll ich denn die Drecksarbeit erledigen, hm?“ „Nein, nein, nicht nur die Drecksarbeit! Ich will jemanden, der nicht nur schützen kann, sondern auch spielen. Du sollst spielen, während du schützt, verstanden?“ „Hmmm...“, Jared holte tief Luft. „Einverstanden! Wann geht unser Flug?“ Jeffrey lachte laut los. „Na, nicht allzu schnell! Ich packe hier erstmal in Ruhe meine Sachen und zieh mir noch ein paar dieser schrecklich Soaps rein, aber du kannst ruhig schon mal alles zusammenpacken! Übermorgen kannst du bei mir im Hotel antraben.“ Er gab ihm den Zettel mit der Anschrift. „Aber tauch nicht vor dem erste Hahnenschrei auf, kapiert? Sonst tret ich dir in den Arsch!“ „J-ja, Coach...“ Jared blickte Jeffrey nach, als dieser pfeifend aus der Halle schlenderte. Dann wirbelte er herum, sprintete auf die Pucks auf der Linie zu und schoss sie blitzschnell nacheinander in Richtung Tor. Jeder einzelne Schuss war ein Treffer.
Posted on: 5/3 8:37
Edited by Lunedd on 2010/5/4 9:59:05
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Kapitel 3 |
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Jensen lümmelte auf dem Bett im Krankenhaus - natürlich hatte er ein Einzelzimmer mit großem TV - und zappte mit der einen Hand durch die Programme, während er mit der anderen unablässig in die Pralinenschachtel auf seinem Schoß griff und sich eine Praline nach der anderen in den Mund stopfte, ohne wirklich zu kauen. Jede Ablagefläche des Zimmers war mit Blumen vollgestellt - Jensen war bei den Fans sehr beliebt, und viele sahen schon den Stanley Cup davon schwimmen, jetzt, da der Dreh- und Angelpunkt der Rangers buchstäblich auf Eis gelegt war. Die Gehirnerschütterung hatte sich als schwerer erwiesen, als alle gedacht hatten, und so war Jensen für anderthalb Wochen ins Kran-kenhaus verbannt worden. Uwe Krupp saß noch immer seine Sperre von drei Spielen ab. Jensen warf einen schnellen Blick auf die funkelnagelneue Rolex, die noch in ihrer Scha-tulle auf seinem Nachttisch lag, legte die Fernbedienung weg und zog sich die Uhr über das Handgelenk. Er grinste leicht, als er an die letzte Nacht mit Danneel dachte, die ihm die Uhr geschenkt hatte. Danneel Harris war die Frau des Ölmagnaten Harris, dem Besitzer der New York Yankees, die Jensen zu ihrem ganz persönlichen Playboy gemacht hatte. Offiziell wusste natürlich niemand davon, inoffiziell hingegen war jedermann klar, von wem Jensen immer wieder teure Geschenke bekam. Jensen grinste wieder und stopfte die nächste Praline in den Mund, verschmierte sich dabei das Gesicht. Als es an der Tür klopfte, hob er hastig die Bettdecke und versteckte die Schachtel darunter. Coach Morgan hatte sich schon vor einer Stunde angekündigt, es konnte niemand anders sein. Jeffrey trat ein und das mit einem Strahlen, das Jensen regelrecht blendete. „Wie geht es unserem Kranken? Na, anscheinend bestens, wenn du dir schon wieder die Schokolade in den Mund stopfst und ohne zu kauen runterschluckst. Ein Wunder, dass du noch nicht dran erstickt bist! Und jetzt gib mir was ab, ich kenn dich oder soll ich mich auf die Teile setzen?“, grinste er. Jensen errötete und leckte sich den Mundwinkel ab. Murrend zog er die Schachtel hervor und bot Jeffrey eine der beiden letzten Pralinen an. „Mir geht‘s gut. Wann kann ich end-lich hier raus? Ich hab die elenden Tests so satt! Nächste Woche ist ein Spiel, und ich muss noch ein bisschen trainieren. Aber was wolltest du mir sagen, was sich am Telefon nicht sagen ließ?“ „Naja...Da du ja anderthalb Wochen ausgeknockt warst, hab ich mich mal auf die Suche begeben und jemanden ausfindig gemacht, der dir hilft... der dich unterstützt... Sprich: du bekommst Verstärkung. Einen Enforcer! Hab Jim dazu überreden können und der Junge kann sogar was!“, grinste Jeffrey und leckte sich die Finger ab. „Was?!“ Jensen verschluckte sich an der letzten Praline, keuchte, hustete, würgte. Sein Gesicht lief hochrot an, und ächzend deutete er auf seinen Rücken. Jeffrey lachte weiter und holte aus, schlug mit voller Wucht gegen Jensens Rücken, so dass er die Praline ausspuckte und diese auf die Decke zu seinen Füßen fiel. „Du hast richtig gehört! Also... Er ist im Hotel untergebracht und sobald du wieder auf den Beinen bist, kannst du ihn dir ansehen.“ „Oh!“, Jensen schlug die Bettdecke beiseite und kümmerte sich nicht darum, dass die leere Schachtel und die angelutschte Praline in hohem Bogen davonflogen, „Ich BIN wie-der auf den Beinen! Los, sag dem Arzt Bescheid, dass er mich entlassen kann.“ Jeffrey lachte nur noch lauter und drückte ihn zurück. „Nein, mein Lieber. Jim bringt mich um, wenn du hier wieder umkippst! Ich warte auf die Testergebnisse und dann eines nach dem anderen, hast du verstanden?“ „Ach... Testergebnisse. Da pfeif ich drauf! Ist doch nur wieder eine Gehirnerschütterung.“ Jensen patschte Jeffrey auf die Finger und stemmte sich aus dem Bett hoch, torkelte zum Schrank, in dem seine Straßenkleidung aufbewahrt wurde. Zumindest wollte er das, denn der Boden schwankte plötzlich heftiger wie ein Dampfer auf dem Ozean, und Jensen sank elegant in die Arme von Jeffrey zurück. „Uff.“ „Siehst du? Jetzt hör hier auf den Helden zu spielen, sonst schnall ich dich fest und dann haste den Salat!“ Jeffrey war ernst geworden und hievte ihn zurück. „Bleib liegen, ich hole den Arzt. und glaub mir: Bist du nicht im Bett, reiße ich dir höchstpersönlich den Arsch auf!“ „Oooch...“, Jensen zog einen Flunsch und tatschte nach Jeffrey, „Hey, komm schon - ich liege seit ner Woche im Bett, da kannst du nicht erwarten, dass ich gleich ‘nen Drei-Meter-Sprung hinlege. Ich will hier einfach nur raus!“ Er packte das Kissen und warf es in die Ecke. „Jetzt sei mal nicht so oder soll dir Onkel Jeffi noch den Popo tätscheln kommen? Jetzt halt‘ die Füße still, ich denke auch, dass du heute noch entlassen werden kannst, aber trotzdem! Okay? Bleib ruhig und ich bin gleich wieder da.“ Jensen grummelte Jeffrey an und verschränkte die Arme vor der Brust. „Ich bitte dar-um!“ Jeffrey verließ augenrollend den Raum und es dauerte eine geschlagene halbe Stunde, ehe der Trainer wieder reinkam. Jensen hatte in dieser Zeit sämtliche Blumensträuße zerrupft mit dem Gedanken: ‚Er kommt zurück. Er kommt nicht zurück...’ “So Prinzesschen! Da bin ich wieder!“, frohlockte Jeffrey und schob einen Rollstuhl vor sich her. „Und wehe du maulst wieder... DAS muss sein, also, hopp rein hier!“ „Wie bitte?! Du lässt mich aber vor der Tür aussteigen, verstanden? Da sind doch sicher jede Menge Reporter draußen, die geifern doch nur auf solche Bilder!“ Jensen zog einen Schmollmund und zog sich langsam um. Als Eishockeyspieler war er nicht prüde, zog er sich doch jeden Tag mit zwanzig anderen Männern in ein und derselben Kabine um. Jeffrey hingegen rollte wieder mit den Augen. „Ja, ja… ja... Himmel! Wehe du brichst gleich in Tränen aus! Soll ich dir vielleicht noch ‘ne Einkaufstüte über den Kopf ziehen? Mach nicht so einen Terz, du hattest immer hin noch ne Gehirnerschütterung, aber bitte! Heul nachher aber nicht rum, wenn dich die Kopfschmerzen plagen!“ „Pah!“, Jensen setzte sich in den Rollstuhl und klopfte mit den Händen auf die Armleh-nen. „Geht‘s jetzt endlich los? Ich will das Landei sehen!“ „Landei? Na jetzt geht‘s ja los... Das Landei wird dir immerhin deinen Arsch polstern, wenn du bedrängt wirst!“ Jeffrey seufzte nur und schob ihn nach draußen, grüßte hier und da einige Schwestern, den Arzt, der ihnen noch Medikamente gab und keine drei Meter vor dem Eingang blieb Jeffrey stehen, „Dann hüpf mal los, Bugs!“ „Haha!“, Jensen schwang elegant die Beine von den Fußstützen und richtete sich auf, „Dann wollen wir mal.“ Er setzte sein patentiertes Eine-Millionen-Dollar-Vertrag-Baby-Lächeln auf und nickte Jeffrey zu. „Wo steht dein Wagen?“ Er wartete die Antwort nicht ab, ging auf die Schiebetüren zu und schnupperte draußen genüsslich die New Yorker Smogluft ein. „Ahhh, das tut gut!“ Jeffrey lachte nur und sah schon, wie die Reporter am Nebeneingang lauerten. Gute Finte eben. „Jetzt beeil dich, ich will die Presseidioten nicht haben, also hopp, der steht da vor-ne, der Wagen!“ Jensen trabte schnell zum Wagen und setzte sich, wartete ungeduldig, bis Jeffrey endlich den Motor startete. „Ach, wie heißt dein Wunderknabe eigentlich?“ Jeffrey schnallte sich gemütlich an, checkte den Rückspiegel und legte den Gang ein. „Sein Name ist Jared Tristan Padalecki. 22 Jahre, aufgewachsen in San Antonio, Texas, doch als er 10 war, sind seine Eltern umgezogen nach Kanada, Yellowknife und da hatte er auch die Hockeyleidenschaft entdeckt. Er ist ein guter bis sehr guter Stürmer auf der linken Seite und der Junge ist größer als du, kann dir also im Notfall Deckung geben“ Jeffrey reichte Jensen aus dem Handschuhfach die wenigen Unterlagen, „Kannst ja mal reinschnuppern.“ Jensen nahm die Papiere entgegen und überflog die wenigen Seiten schnell. „Hm. Gar-demaße hätte er ja. Aber ist er auch schnell genug, um mit mir mitzuhalten, wenn ich loslege? Ich mein - ein Enforcer ist ja schön und gut, nur bringt er mir nichts, wenn er nach 2 Schritten schon schlapp macht oder noch steht, während ich schon auf der ande-ren Seite bin.“ Jensen begann, den analytischen Teil seines Gehirns zu benutzen, der ihn zu einem genialen Spieler machte, der das Spiel regelrecht „lesen“ konnte. So kindisch und begriffsstutzig er manchmal auf Fremde wirkte, so flink und vorausschauend war er auf dem Eis. „Hmmm. Er hat relativ wenige Strafzeiten. Glaubst du wirklich, der Kerl kann ‘nen Misha Collins ausschalten?“ „Hahaha... Da bin ich mir sicher, schließlich hab ich mit dir ja keinen Fehlgriff gelandet und Jay wird das schon packen, da bin ich absolut sicher! Glaub mir! Gib dem Jungen wenigstens eine Chance!“ „Okay...“, Jensen bewegte stumm die Lippen, als er sich die Strafzeiten genauer ansah, „Aha... ich glaub, er könnte doch eine Chance haben.“, er grinste, „Die meisten Strafen sind für übertriebene Härte. Na, da bin ich ja mal auf seine Hände gespannt!“ „Hahaha, das ist gut, sehr gut sogar. Sind ja auch bald da!“
Posted on: 5/4 9:58
Edited by Lunedd on 2010/6/23 10:39:46
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Als eine weitere Stunde verging, schritten beide durch die Lobby, direkt in den Aufzug und fuhren nach oben, wo sie an Jareds Tür ankamen. Beinahe eine Minute verging, ehe die Tür geöffnet wurde und ein schweißnasser Jared ihnen entgegentrat. „Coach! Hey... Ähm, sorry, dass Sie warten mussten, hab noch mein Morgentraining beendet, da ich ja nicht raus durfte.“ Er schritt zur Seite und ließ beide eintreten, schluckte, als er Jensen sah. Er erkannte den Blonden, hatte er doch unzählige Spiele gesehen, in denen Jensen als Mittelstürmer, als Center, brillierte. “Oh! H-hallo! Ich bin Jared, aber alle nennen mich Jay...“
Jensen musterte ihn mit undurchdringlicher Miene von oben bis unten und schob sich dann an ihm vorbei. „Hmmm... du solltest mal lüften!“, rümpfte er die Nase und durchwühlte ungeniert Jareds Koffer mit den wenigen Klamotten, die er mitgebracht hatte. Der Braunhaarige starrte dem Blonden nach, musterte ihn, doch als Jensen begann, seine Sachen aus dem Koffer zu werfen, war der Spaß vorbei. „Hey! Pfoten weg von meinen Sachen!“, fauchte er und drückte den Koffer zu. Dabei hätte er beinahe Jensens Finger eingeklemmt, doch dieser konnte sie gerade noch wegziehen. „Schon mal was von Privatsphäre gehört und Anstand?“ Jensen sah ihn von unten herauf an. „Ja, hab ich.“ Er griff wieder nach dem Koffer, öffnete ihn. Er wollte Jared absichtlich provozieren, sehen, wo seine Schmerzgrenze lag - und wie fest er zuschlagen konnte. Jared knurrte schon fast. Der Arsch wollte wohl nicht hören! „Ich werde dich gleich mal bekannt machen mit der Wand da hinten, wenn du nicht aufhörst!“ Wieder drückte er Jensen beiseite, schloss den Koffer und stellte ihn nun auf den Boden hinter sich. Jeffrey rollte wieder mit den Augen. Konnte Jensen es nicht einmal lassen? Musste er denn gleich provozieren? Jedes Mal das gleiche... Das hatte er mit allen anderen eben-falls gemacht. Aber Jeffrey griff nicht ein – noch nicht. Jensen lachte Jared an. „Ist das alles, Kleiner? Komm schon - zeig mir, was du drauf hast - und dann gehen wir mal ‘nen Großeinkauf machen, deine Klamotten sind ja nur Hinterwäldler-Zeugs... lauter Karohemden, damit kommste hier im Big Apple nicht weit!“ Er piekste Jared in die Brust und staunte innerlich über die eisenharten Brustmuskeln. „Wir können es gerne austragen, Mister Ackles! Aber dann doch lieber auf dem Eis, ich möchte Ihnen ja nicht Ihre schöne Nase brechen... ein Wunder, dass Sie noch nicht aus-sehen wie der Grinch persönlich und mein Kleidungsstil geht Sie ja mal sowas von überhaupt nichts an!“, meinte Jared sarkastisch und siezte Jensen absichtlich, während er sich nun umdrehte. „Ich brauche noch 20 Minuten. Ich will duschen und mich anziehen und der Koffer bleibt ZU! Das ist das Gegenteil von Offen, wenn Sie das nicht wissen!“ Jensen hob die Augenbrauen und wandte sich an Jeffrey. Er sagte betont laut, damit Jared es auf jeden Fall hören konnte: „Hey, der Bursche hat tatsächlich was im Köpfchen und lässt sich nicht leicht provozieren. Mal sehen, wie er im Training abschneidet. Und OB ER MIT MIR MITKOMMT!“ Die letzten Worte rief er Jared hinterher und grinste Jeffrey an. „Ich glaub, ich mag ihn.“ Er pflanzte sich auf Jareds Bett und schaltete ungeniert den Fernseher an. Jared schnaubte hörbar laut auf und dann hörte man Wasser rauschen. „Du kannst es nicht lassen, was?“, grinste Jeffrey, „Na wenigstens gehst du ihm nicht an die Gurgel.“ Jensen grinste zurück und lehnte sich gegen die Kissen. „Nope! Immerhin soll mir sein Arsch näher sein wie der meines eigenen Bruders.“ ‚Und er hat ’nen verdammt knackigen Arsch’, dachte Jensen bei sich und leckte sich unbewusst über die Lippen. Jeffrey lachte. „Na dann. Und glaub mir - Jared muss dir sogar am Arsch kleben“ Jeffrey lehnte sich ebenfalls zurück, als er sich neben Jensen setzte und lauschte dem Rauschen, was jetzt verebbte. „Scheint, er ist fertig.“ Im gleichen Moment ging die Tür auf und ein klatschnasser, nur mit einem Handtuch bekleideter Jared betrat den Raum. Er kämmte sich mit den Fingern die Haare nach hinten und kniete sich neben seinem Koffer nieder. Das Handtuch spannte sich und rutschte beinahe über seine Hüfte zu Boden. ‚Huh, hätte ich gar nichts dagegen!’, dachte Jensen mit einem Glänzen in den grünen Augen und hob eine Augenbraue über Jareds Muskelpakete. „Scheint, du hast immer brav deinen Teller leergegessen, was?“ Jared hob den Blick, sah Jensen in die Augen. „Tja, sonst scheint doch nie die Sonne“, grinste er und stand wieder mit einem Shirt und einer Bluejeans in den Händen auf. „Ich muss ja fit sein für die Spiele und halbe Hänflinge bringen nichts beim Eishockey oder?" ’Obwohl du nicht minder geil aussiehst...’, dachte Jared noch so bei sich, lächelte nun leicht. „So ist es.“ Jensen erwiderte das Lächeln, „Hast du schon was gegessen? Das Hard Rock Café am Times Square macht die besten Cheeseburger.“ Er streckte Jared die Hand hin und meinte: „Hi, ich bin Jensen.“ Der Braunhaarige schüttelte lachend den Kopf und nahm die Hand. „Jared. Freut mich... Jen. Und ja - Cheeseburger klingt gut! Das lass ich mir nicht zweimal sagen!“ „Fein. Und –“, Jensen sah sich im Hotelzimmer um. Obwohl Jeffrey das Budget der Rangers ordentlich belastet hatte, war es nicht das Passende für seinen zukünftigen Bodyguard. „Pack deine Sachen ein. Du wohnst bei mir in Manhattan. Mein Haus ist groß genug. Und, wie ich Jeffrey kenne, hat er das Zimmer eh nur für eine Nacht gemietet - immer dieselben Spielchen mit den Rookies, gelle, Jeff?“ Jared blickte den Schwarzhaarigen an und seine Augen wurden noch größer. „Ähm, okay und was muss ich dafür tun?? Muss ich in Rüschenschürze putzen bei dir? Also, ansonsten nackt?“ Jensen lachte. „Sähe sicher sehr lecker aus... Aber ich steh nicht auf Kerle.“ ‚Lüge! Lüge!’, jubilierte es in seinem Kopf. „Nein, ich geb dir nur ne Chance - nutze sie, ich kann schnell ungeduldig werden.“ Jared nickte eifrig. „Gut, ich werde mal schauen, dass ich dich nicht verärgere. Ähm... Mit was kann ich dich zufriedenstellen? Ich kann kochen – ja, das gibt es!“ „Aaah...“, Jensen rieb sich die Hände und schmatzte. „Das ist doch schon mal was.“ Er gab Jared einen festen Schlag auf die Schulter. „Los, gehen wir schon mal runter - Jeff, du bringst Jareds Sachen, ja?“ Er wusste, dass er Jeffrey mit solchen Aktionen zur Weißglut bringen konnte, aber hey - was wollte Jeffrey schon großartig tun - Jensen war der Star seiner Mannschaft. Jared blickte zu Jeffrey, sah, wie dieser die Miene verzog, doch da war er schon draußen mit Jensen und auf dem Weg zum Fahrstuhl. Jared musste sich im Gehen noch sein Hemd zuknöpfen und die Ärmel umkrempeln. „Wooah, nicht so schnell, Mann! Wir haben doch alle Zeit der Welt oder?“ Jared sah über die Schulter zu Jensen. „Nope, haben wir nicht.“ Jensen hieb auf den „Tür-Schließen“-Knopf des Fahrstuhls und winkte Jeffrey fröhlich zu, als sich die Türen vor dem Coach schlossen. „Wir sehen uns morgen!“ Jensen grinste und sah Jared herausfordernd an. „Lust auf ‘ne Runde aufm Eis?“ Jared sah zu Jensen, wobei das Grinsen immer breiter wurde. „Lass mich raten: Der Verlierer zahlt die Cheeseburger?“ „Natürlich. Lass dir eines sagen: keiner läuft schneller als Jensen Ackles!“ Jensen richtete stolz zu seiner vollen Größe von 1m85 auf und runzelte die Stirn. „Verdammt, wie bist du nur so groß geworden?“ „Tja, ich hab brav meinen Teller leer gegessen. Aber gut, wir werden sehen, wer der Schnellere ist!“
Posted on: 6/23 10:51
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Sie stiegen in die U-Bahn, deren Haltestelle direkt unterhalb des Hotels lag und kamen an der Pennsylvania Station unterhalb des Madison Square Gardens wieder ans Tageslicht.
Jensen blieb vor dem runden Gebäude stehen und strahlte Jared an. „Das hier, das ist das Beste, das es gibt! Präg dir die Schüssel gut ein - du wirst hier deine besten, aber auch deine schlechtesten Zeiten erleben!“ Er lachte leise in sich hinein. „Okay, kann man ja nicht verfehlen und so blöd bin ich nun auch wieder nicht, ich weiß, wie der Garden aussieht! Also los! Beweg dich, Jensen! Wir wollen doch nicht, dass du noch zahlen musst.“ Jensen trabte hinter Jared her und beäugte unterwegs dessen Füße. „Was für ’ne Schuhgröße hast du? Weil - deine Schuhe hat jetzt Jeffrey, und der hat keine Ahnung, dass wir hier sind.“ Jensen grinste wieder über das ganze Gesicht, was ihn wie einen großen Jungen aussehen ließ. Seine grünen Augen blitzten. „Wir haben in der Kabine verschiedene Schuhe - ich glaub nicht, dass Jaro etwas dagegen hat, wenn du dir mal schnell seine leihst.“ Jared nickte. „Okay, werde auch sorgsam damit umgehen.“ Sie schritten in die Kabine und begannen sich umzuziehen. Um eventuellen Verletzungen vorzubeugen, zogen sie sich die Schützer an, ehe sie in die Schuhe schlüpften. Dabei warf Jared dem Blonden heimlich immer wieder Blicke zu. Er musste zugeben... Von Nahem betrachtet war Jensen Ackles noch attraktiver und das dachte Jared ohne Scham, denn es war wohl normal, wenn man andere Männer auch schön fand. Jedenfalls sah er darin keine Probleme. „Bereit?“ Jensen klopfte sich in Macho-Manier mit dem Schläger gegen die Schienbeinschoner. „Immer doch! Ich war schon viel zu lange nicht mehr auf dem Eis... eine ganze Woche...“ Er führte Jared durch den langen Gang auf das Eis. Das waren die Zeiten, die er genoss. Niemand sonst befand sich im Stadion - außer vielleicht dem alten, halbblinden und stocktauben Eismeister - und das Eis war frisch gemacht. Jensen machte ein, zwei Dribbelschritte, als er die glatte Fläche unter den Kufen spürte, und zog eine elegante Kurve, grinste Jared breit an, konnte einfach nicht anders. Der Jüngere hielt sich an der Bande fest mit einer Hand, tippte ein paar Mal mit der Kufenspitze auf und grinste zurück. „Gute Konsistenz...“ Nach zwei kleinen Schritten lief er los, machte eine große Drehung und kam dann in einer Halbdrehung bei dem Blonden an. „Also? Ich hab den Schläger und den Puck! Wollen wir?“ Jensen lachte und zwinkerte ihn an. „DU hast den Puck?“ Er schlug Jareds Schläger beiseite, traf den Puck mit derselben Bewegung und sprintete hinter der schwarzen Hartgummischeibe her. Er skatete über die blaue Linie und schoss den Puck elegant ins linke, obere Eck. Der Puck schlug mit einem leisen „Klong“ an der Querlatte an und trudelte im Kasten. Jensen lachte immer noch, als Jared jetzt zu ihm aufschloss. „Eins zu null für mich.“ Er fischte den Puck aus dem Tor und führte ihn zum Bullypunkt an der Roten Linie. „Was ist?! Komm schon! Lass uns spielen!“ Jared lachte laut und schon war er bei Jensen, sah ihm in die Auge und stieß den Puck aus dessen Blickfeld, blickte sich nochmals um und grinste, dann jonglierte er den Puck am Boden und schob ihn von links nach rechts und zurück, ehe er ihn wieder von der Mittellinie ins Tor schoss, denn das war eine der besten Eigenschaften, die Jared zu bie-ten hatte. „Ich würde sagen... unentschieden! Also?“ „Hmmm... netter Schlagschuss, Großer. Aus dir können wir was machen.“ Jensen lief zum Tor und holte den Puck zurück, „Nochmal wird dir das nicht gelingen!“ Er warf den Puck ein, schnappte ihn sich und wollte an Jared vorbeiflitzen. Doch Jared konterte, er rempelte den Blonden leicht an, entwendete den Puck und schoss wieder an Jensen vorbei, schoss den Puck ins Tor. Jensen schwankte, der Stoß schien direkt bis in sein Hirn zu blitzen. Er zwinkerte und machte zwei Schritte, dann kippte er um. Benommen blieb er auf dem Eis liegen und überlegte, ob er erst die Arme oder erst die Beine sortieren sollte. Sofort war Jared bei ihm, schlitterte auf den letzten Metern auf Knien zu ihm. „Scheiße! Jensen! Jen! Alles okay? Hey, Mann, das tut mir leid... Soll ich nen Arzt rufen?“ Der Jüngere war beinahe panisch. „Scheiße, nein.“ Jensen kniff die Augen zusammen, als zwei Jareds vor ihm Samba tanzten. „Stell mich einfach nur auf die Füße. Und wehe, du sagst dem Coach ein Wort davon. Ich will, ich MUSS spielen... Shit...“, Jensen rollte sich auf die Seite, „Da wirst du mich echt gut beschützen müssen, wenn ich wegen so einem Furz schon umfalle.“ Jared schluckte... Er half ihm auf die Beine, hielt ihn fest, als Jensen schwankte, drückte ihn gegen die Brust. „Okay okay, aber dann müssen wir aufhören, also jetzt... Lass uns ‘ne Pause machen und dann, wenn du wieder fest stehst, gehen wir wieder aufs Eis, okay?“ „Okay…“, nickte Jensen und ließ sich von Jared zur Bank ziehen. Im Grunde konnte er schon wieder alleine laufen, aber Jared roch verdammt gut, und Jensen konnte die Wärme seiner großen Hände durch sein Shirt fühlen. Er hob unwillkürlich den Kopf und drückte die Nase an Jareds nackten Hals. Ein Stromstoß durchfuhr ihn und seine Beine gaben für den Bruchteil einer Sekunde nach. Jared aber fing ihn auf, drückte ihn noch enger an sich. „Mann, so fest war ich nun nicht oder? Ich weiß manchmal nicht, wohin mit meinen Kräften... Komm, hier.“ Er half ihm auf die Bank und setzte sich neben ihn. „Geht’s halbwegs?“ „Hmm-hm…“ Jensen drückte sein schamrotes Gesicht weiterhin an Jareds Schulter. ‚#OOPS#, was ist denn mit mir los... das kann doch nicht an der Gehirnerschütterung liegen... Jared riecht einfach göttlich!’ „Mmmm, bring mich nach Hause…“, murmelte er, „Keine Lust mehr.“ Jared sah ihn stirnrunzelnd an und nickte dann. „Okay. Schaffst du es oder soll ich dir noch helfen?“ „Uh... wenn du mir helfen könntest... die Schuhe... ich will mich nicht vorbeugen, sonst mach ich nen Purzelbaum.“ Jensen beobachtete, wie Jared sich vor ihn kniete und ihm die Schnürsenkel öffnete. Er stellte sich vor, wie Jared langsam seine Hose öffnete und seinen Schwanz herausnahm, ihn streichelte und pumpte, schließlich mit den vollen Lip-pen umschloss und… Jensen kniff die Augen zu und stöhnte. ‚Du bist echt neben der Spur, Ackles!’ Jared öffnete behutsam die Schuhe, löste auf die Beinschützer und leckte sich immer wieder über die Lippen. ‚Gott, sein Körper sieht nicht nur gut aus, er fühlt sich auch so an... scheiße, Jay... Hör auf, sowas zu denken!’, rügte er sich in Gednken und wurde knallrot. Er half Jensen hoch und brachte ihn in die Kabine. „Willst du gleich nach Hause oder erst noch duschen?“ Warum hatte er das gesagt? Wollte er Jensen nackt sehen? ‚Vielleicht...’, dachte er noch und biss sich auf die Lippen. Jensens Kopf schnellte zu Jared herum, eine Bewegung, die er sofort bereute. „Uhm... ja... denke schon...“ ‚Ackles, du stotterst wie ne Braut bei der Prom Night…’ Er räusperte sich. „Ja, natürlich...“ Er zog sich das Shirt über den Kopf, verhedderte sich darin. ‚Und jetzt bewegst du dich wie ein Dreijähriger’, stöhnte Jensen innerlich auf, während er mit dem widerspenstigen Shirt kämpfte, ‚Wieso bist du so ungeschickt in Jareds Gegenwart?!’ Jared war sofort bei ihm, half ihm auf dem Shirt und streifte für einen Moment die Haut. ‚Weich… Gott im Himmel! Jared! Reiss dich zusammen!’, mahnte er sich. Er lächelte und zog sich dann eben falls sein Shirt aus, denn das kurze, wenn auch heftige Sparring hatte ihn schwitzen lassen, vielleicht auch nur, weil Schützer und Kleidung nicht gerade atmungsaktiv waren. „Na komm... ähm... gehen wir? Nur schnell drunter hüpfen...“, lachte er. ‚Und dabei mal schön begutachten... JARED!’, schrie er sich jetzt schon an. Jensen ging voraus in den großen Duschraum, schnappte sich Duschgel und stellte sich unter seine Lieblingsdusche hinten links im Eck. Er drehte das heiße Wasser auf und legte den Kopf in den Nacken, ließ das Wasser über sein Gesicht prasseln. „Ahhhh...schönnn...“ Jared gesellte sich neben ihn, im Falle, dass Jensen doch noch umkippte, aber auch, weil er ihn von da besser betrachten konnte. Er schluckte leicht und drehte das Wasser auf. Er hatte keine Scham, schließlich war er Spieler, doch bei Jensen musste er irgendwie aufpassen... Er drehte sich etwas, damit er nicht plötzlich mit einem Steifen da stand. „Stimmt... Gibt doch nichts Besseres als ‘ne heiße Dusche.“ „Jaa...“ Jensen wandte Jared das Gesicht zu und reichte ihm das Duschgel. Sein Blick fiel auf Jareds Schwanz und unwillkürlich schluckte er. ‚Das Ding ist ja riesig! Wie es sich wohl anfühlt...’ Jensen kehrte Jared schnell den Rücken zu und drehte das Wasser auf kalt. #OOPS#, hoffentlich hatte Jared seinen Blick nicht gesehen - immerhin waren sie ab jetzt Kollegen, und immerhin stand er auf Frauen - richtig? Er kniff die Augen zu und dachte mit aller Macht an Danneel, ihre großen Brüste, ihre feuchte- Jensen legte eine Hand auf seinen eigenen Schwanz und wusch sich. Mist. Hoffentlich war Jared schnell fertig und ging vor ihm. Die Vorstellung von Danneel unter ihm und Jareds Gegenwart hatte seine Wirkung nicht verfehlt. Jared hatte das Duschgel entgegen genommen, doch im gleichen Moment wäre es ihm auch schon beinahe aus der Hand gefallen. Allein Jensens Anblick... Nass, voller Schaum... ließ ihn Gedanken entwickeln, die er sich nie auch nur im Ansatz vorgestellt hatte. ‚#OOPS#! Das ist doch nicht wahr...’, dachte er frustriert. Und er wusste... Würde er jetzt nicht selbst Hand anlegen, würde diese Erektion nicht weggehen. Er wusch sich schneller, intensiver und versuchte an etwas Schlimmes zu denken. ‚Scheiße... warum...’ Es gelang ihm nicht, denn immer wieder wanderten seine Gedanken zu seinem Kollegen... Wie sollte er das nur aushalten? Jensen dachte mit aller Gewalt an Danneels Ehemann, den fetten, alten, kahlköpfigen Uriel Harris und sah mit Erleichterung, wie sein Problem schrumpfte. Er lachte leise auf und drehte sich zu Jared, streckte die Hand aus. „Gib mir das Shampoo nochmal, bitte….“ Er erstarrte und der Blick seiner grünen Augen saugte sich an Jareds Mitte fest. Hatte er etwa... ‚Hat er etwa einen Steifen?! Oh, Mann.. .danke, Jared, du machst es mir nicht gerade leicht!’ Er riss sich von dem Anblick los und hob den Kopf, blieb prompt mit den Augen an Jareds Lippen hängen. ‚Wie sie sich wohl anfühlen?’ Konnte es noch peinlicher werden? Konnte man noch tiefer in Scham versinken? Jared überlegte nicht lange... Ja... man konnte und er hat es wohl eindrucksvoll bewiesen. Schnell tat er sich etwas Duschgel auf die Hand, wandte sich um und reichte Jensen die Flasche, welche aber seinen Händen entglitt und zum Boden fiel. Automatisch wollten beide nach ihr greifen, doch sie stießen mit ihren Köpfen zusammen und sackten in die Knie. „Aahh... Sorry, Jen...“, meinte Jared und war insgeheim froh darüber, denn schlagartig hatte der Schmerz die Erregung verdrängt. „Uhh...“ Jensen schüttelte leicht den Kopf. Das fehlte noch! Wie sollte er Jeffrey erklären, wie er zu einer neuerlichen Gehirnerschütterung gekommen war? ‚Sorry, Jeff, Jared und ich waren duschen und ich war scharf auf ihn, dann haben wir uns gebückt und sind zu-sammengeknallt?’ Niemals! Jensen zwinkerte, als der Schmerz schnell nachließ und at-mete auf. Erst jetzt bemerkte er, dass Jared direkt vor ihm kniete und seine vollen Lippen ganz nah vor Jensens Gesicht schwebten. Jensen wägte die Optionen blitzschnell ab. Entweder er stand auf und tat, als wäre nichts geschehen - dann würde er niemals herausfinden, ob diese Lippen weich oder so hart wie der Rest von Jareds Körper waren - oder er tat es einfach. Die Intensität in Jareds braunen Augen nahm ihm die Entscheidung ab. Jensen beugte sich etwas weiter vor und legte seine Lippen auf die von Jared. Schloß die Augen. Wartete auf die Explosion. Weich. Die Lippen waren weich und schmeckten süß. Der Braunhaarige erstarrte kurz, doch sein Körper war schneller als der Verstand. Er erwiderte den Kuss leicht und brachte seine Hände zum Einsatz, verfing sich damit in Jensens Haaren. Was taten sie hier?! Das... Sie waren doch nicht schwul! Jedenfalls dachte Jared es, doch Jensen... Jensen war einfach... so schön... so weich... erregend. Seine Lippen waren nicht nur vom Sehen weich und voll, auch der Kuss bewies es ihm. Immer wieder lösten sie sich, kamen sich näher und verfingen sich erneut in dem Kuss. ‚Gott, ich glaube ich sterbe bald vor Geilheit!’ Und das stimmte, denn sein Schwanz begann zu zucken... Jensen stupste mit seiner Zunge gegen Jareds Lippen, während sein Verstand ihn anschrie: ‚Ackles, was tust du?! Bist du ne Schwuchtel?! Wenn euch jemand erwischt...’, doch als Jareds Hände durch seine Haare fuhren, hörte Jensen sich selbst stöhnen. ‚Scheiß auf Schwul sein - diese Lippen sind einfach verboten gut!’ Jared lächelte leicht und intensivierte den Kuss, huschte mit seiner Zunge in die andere, fremde Mundhöhle und zog auch den Blonden näher zu sich. Er zitterte leicht und stöhnte. ‚Gott... Wir sollten aufhören, bevor alles zu spät ist! Komm Jared! Hör auf! Das ist nicht gut! Nicht für dich... nicht für Jensen! Ihr setzt damit alles aufs Spiel!’, dachte er nur und sein Verstand besiegte die Lust. Dennoch musste er sich schon fast mühevoll lösen und legte seine Stirn an Jensens. „Jen...“, hauchte er. Jensen atmete schwer und blinzelte. „J-Jay? W-was...“ Er fuhr sich über die Lippen, die noch von Jareds Berührung prickelten und fuhr sich dann über das Gesicht. „Tut mir leid... sorry... #OOPS#… ich wollte nicht... #OOPS#... Sorry...“ Er rutschte ein bisschen von Jared weg und kam schwankend auf die Füße, stützte sich gegen die geflieste Wand. In ihm tobte ein Sturm, und er wusste nicht, wie er ihn besänftigen konnte. „Ahhh... wenn du... zurück ins Motel willst... ist das okay... Sorry... Sorry...“ Jared schluckte, doch ans Zurückgehen dachte er im Traum nicht. Er kam auf die Beine und stellte sich hinter Jensen, streichelte sanft die Schultern. „Du brauchst dich nicht entschuldigen... Dude... Immerhin... es gehören zwei dazu und wenn das Angebot trotz-dem noch steht... Ja... ich würde gerne zu dir kommen...“ Er ließ es sich nicht nehmen: zärtlich liebkosten die Lippen nun die Schultern des anderen. Jensen schauderte zusammen, hielt still, entwand sich dann jedoch Jareds Händen. „Uhm... hör zu... ich bin nicht... schwul oder sowas. Keine Ahnung, was das eben war…“ ‚Wunderschön’, dachte er, „Huh, wir sollten... das Ganze... vergessen?“ Er traute sich nicht, sich umzudrehen, aus Angst, dann wieder etwas zu tun, was er später bereuen könnte. Er biss sich auf die Lippe, bis er Blut schmeckte und fügte hinzu: „Kollegen, Teamkameraden. Von mir aus auch Freunde. Einverstanden?“ Jared spürte, wie Jensen mit sich kämpfte. Himmel, er wusste selbst nicht, was gerade hier abgelaufen war. „Das habe ich nie behauptet... Nennen wir es einfach... Nachwir-kungen der Gehirnerschütterung, okay?“ ‚Obwohl genau das nicht stimmt....’ „Vergessen wir es. Das, was hier passiert ist, wird nicht weiter erzählt... Okay. Freunde“, lächelte er. Jensen drehte sich jetzt zu ihm um und entspannte sich etwas. Er erwiderte Jareds Lächeln und nickte. „Wir sollten uns anziehen. Ich hab Hunger wie ein Bär!“ „Hahaha... okay... ähm, zuerst wars unentschieden, aber da ich dich zu Boden geworfen hab, zahlst wohl du, hahaha…“, lachte Jared und schritt aus der Dusche, wackelte unbewusst mit seinem Hintern und schlang sich dann das Handtuch um die Hüften. Jensen leckte sich über die Lippen und starrte finster auf seinen kleinen Freund, der bei diesem Anblick wieder leicht den Kopf hob. ‚Ruhe da unten! Jared ist - ein FREUND...’ Er griff sich ein Handtuch und rubbelte sich kräftig ab. „Pah, das hättest du wohl gerne! Ich bin von alleine umgefallen, dein Windhauch hatte damit nix tun - vergiss nicht, Gehirnerschütterung?!“ Er nahm das inzwischen feuchte Handtuch von seinem jetzt trockenen Körper und versetzte Jared damit einen Klaps. Er grinste den Größeren frech an. „Aaaber ich will ja mal nicht so sein. Von wegen, du bist ja neu in der Stadt und sowas alles. Ich führ dich schon noch ins New Yorker Nachtleben ein...“ Jared lachte, riss sich sein Tuch vom Körper und schlug damit auch auf Jensens Po ein. „Hahaha, na dann will ich eine Revanche, wenn du ohne solche Ausreden kommst! Hahaha...“, er lachte nur und griff dann seine Klamotten, die im Schrank verstaut waren. „Und ja... vielleicht sollte ich mir wirklich neue Klamotten kaufen... Ist ja New York und nicht Kanada, was?“ „Einverstanden! Und einverstanden. Aus dir machen wir schon noch einen Homeboy.“
Posted on: 6/23 12:35
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